Kultur pur: ein Tag in Rhodos-Stadt
13. Tag (Dienstag, 29.07.97)
Was wäre ein Urlaub auf Rhodos ohne einen Besuch der an der Nordspitze der
Insel gelegenen gleichnamigen Hauptstadt? Für heute ist also Kultur pur
angesagt. Mit unserem Auto stürzen wir uns ins Gewühl der rund 50000
Einwohner zählenden Stadt. Da es noch relativ früh ist, finden wir am
Mandraki-Hafen auch noch problemlos einen kostenlosen Parkplatz.
Sehenswert am Mandraki-Hafen ist auf jeden Fall die Festung Agios
Nikolaos, die sich an der Spitze der Mole erhebt. Interessant sind auch
die auf der Mole errichteten drei Windmühlen, die wahrscheinlich aus dem
15. Jahrhundert stammen. Das Innenleben der mittleren Windmühle wurde
erneuert, sodass man diese wieder wie zu ihren besten Zeiten in Aktion
erleben kann. Vormittags kann man die Mühle auch von innen besichtigen.
Nachdem wir uns noch ein wenig am Hafen umgeschaut haben, machen wir uns durch
eines der Stadttore auf den Weg in die Altstadt. Dieser historische Kern von
Rhodos-Stadt hat nicht zuletzt durch die vielen türkischen Gebäude,
vor allem die zahlreichen Moscheen, ein ganz besonderes Flair. In den alten,
teilweise sehr malerischen Gäßchen befindet sich ein Café,
Restaurant und Geschäft neben dem anderen. Ein gemütlicher
ungestörter Schaufensterbummel ist allerdings kaum möglich, da viele
der Ladenbesitzer schon auf Klappstühlen vor ihren Geschäften sitzen
oder aber sofort herausgestürmt kommen, um uns wortgewaltig auf englisch
oder deutsch von der unvergleichlichen Qualität ihrer Waren zu
überzeugen. Allerdings können sie uns nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die meisten Preise, vor allem auch für
Speisen und Getränke, deutlich höher liegen als im Umland.
Die Zeit in Rhodos-Stadt vergeht wirklich wie im Fluge, sodass die Sonne
bereits untergegangen ist, als wir immer noch durch die Gassen bummeln. Auf
diese Weise holen wir den verpassten Ausflug nach, und erleben unser ganz
eigenes "Rhodos im Licht der Laternen", das wirklich eine ganz
eigene besondere Atmosphäre hat.
Bevor wir uns auf den Rückweg nach Archangelos machen, kaufen wir
für Gaby noch zwei Goldarmbänder. Auch wenn Gold hier auf Rhodos
deutlicher billiger ist als bei uns, ist auf jeden Fall Vorsicht angebracht,
denn gerade bei den Straßenverkäufern ist sicher nicht alles
wirklich Gold, was glänzt. Vertrauenerweckender sind auf jeden Fall die
zahlreichen Juweliergeschäfte; allerdings sollte man auch hier nicht
sofort zuschlagen, sondern erst den Preis aushandeln.
Nach einem zwar anstrengenden, aber alles in allem wirklich gelungenen Tag sind
wir so gegen 23 Uhr endlich wieder zurück in unserem ruhigen
Archangelos und gönnen uns noch einen Longdrink in der
"Cafeteria Santana", bevor wir müde in unser Bett
fallen.
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