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Rhodos 1997
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Die Halbinsel Prassonissi und der Berg Profitis Ilias

10. Tag (Samstag, 26.07.97)

Heute Morgen steht, wie von Jacob versprochen, ein Suzuki Samurai Geländewagen vor der Tür. Die recht neue, bunte Lackierung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das gute Stück bereits 98000 Kilometer auf dem Buckel hat, und alles in allem einen recht klapprigen Eindruck auf uns macht.

Das letzte Stück zur Halbinsel Prassonissi führt über eine Sandpiste, die auf beiden Seiten vom Meer umgeben ist. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Zum Leuchtturm auf der Halbinsel Prassonissi gelangt man über einen extrem holprigen und von tiefen Schlaglöchern übersäten schmalen Weg. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Um unsere neue Errungenschaft gleich zu testen, machen wir uns nach dem Frühstück auf nach Prassonissi, einer Halbinsel, die die südlichste Spitze von Rhodos bildet. Ein großer Teil des Weges dorthin führt über einen auch für normale Autos noch recht gut Für unseren Suzuki stellt der Weg zur Halbinsel Prassonissi keine besondere Hürde dar. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. befahrbaren Schotterweg, der allerdings plötzlich aufhört. Die Verbindung zur Halbinsel besteht nur aus einer Sandpiste, die auf beiden Seiten vom Meer umgeben ist, und die sich mit einem Wagen ohne Allradantrieb nur mit viel Glück und Mut bewältigen lässt. Unser Suzuki nimmt diese erste Hürde ohne Probleme. Am anderen Ende der Sandpiste führt ein extrem holpriger und von tiefen Schlaglöchern übersäter schmaler Weg recht steil und kurvig hinauf zur Südspitze der Halbinsel. Dort befindet sich nichts weiter als ein einsamer Leuchtturm und eine Aussicht, die den Besuch auf jeden Fall wert ist. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir hier oben zwischen den ganzen Geländewagen einen kleinen Seat Marbella erblicken; offensichtlich ist nicht jeder um seinen fahrbaren Untersatz so besorgt wie wir.

An die Strände der Westküste gelangt man nur über abenteuerliche Schotterpisten. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Selbst in der Hochsaison sind die Strände an der Westküste oft absolut menschenleer. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Der Rückweg führt uns ein Stück an der Westküste entlang. Was wir uns mit unserem Corsa vor einigen Tagen nicht getraut hatten, holen wir jetzt nach: wir fahren über eine der abenteuerlichen Schotterpisten Die kleine Kirche Agios Nikolaos Funtukli gilt als eine der schönsten Kirchen von Rhodos. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. hinunter zum wunderschönen, endlos langen und trotz der Hochsaison absolut menschenleeren Strand. Der überall herumliegende Müll, für den sich in dieser Gegend von Rhodos offensichtlich niemand zuständig fühlt, trübt unseren einsamen Strandspaziergang allerdings etwas. Bei unserer Rückfahrt machen wir an der Straße, die vom Berg Profitis Ilias nach Eleussa führt, halt an der kleinen Kirche Agios Nikolaos Funtukli. Dieses aus dem 14. bis 15. Jahrhundert stammende Bauwerk gilt sicher nicht zu Unrecht als eine der schönsten Kirchen der Insel. Es lohnt sich auf jeden Fall auch, einen Blick in das Innere zu werfen.

Nach unserer Rückkehr im Hotel treffen wir Willy und Marianne, die sich von uns verabschieden, da sie morgen zurück nach Deutschland fliegen. Zum Abendessen gehen wir heute mal wieder in die "Taverna Afentika". Während des Essens wird durch laute griechische Musik, die irgendwo aus der Nähe kommen muss, unsere Neugier geweckt, und wir machen uns nach dem Essen direkt auf die Suche und werden schnell fündig. Auf einem Platz nahe der Taverne wird eine Verlobung gefeiert. Wir schauen uns das bunte Treiben auf dem überfüllten Platz eine ganze Zeit lang an und fragen uns, wie wohl erst eine griechische Hochzeit aussehen muss, wenn schon eine Verlobung in so großem Rahmen gefeiert wird.

Nachdem wir uns noch eine Zeitlang in der "Cafeteria Santana" mit Anka und Hendrik unterhalten haben, ist es wieder kurz vor 2 Uhr, als wir müde ins Bett fallen. Durch die offene Balkontür dringt immer noch griechische Musik von der Verlobungsfeier in unser Zimmer. Die für die Tavernen geltende Regelung, ab Mitternacht keine Musik mehr zu spielen, gilt offensichtlich nicht für Dorffeste.



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