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Rhodos 1997
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Kolimbia, Zikaden und Tzaziki aus der Fabrik

9. Tag (Freitag, 25.07.97)

Der heutige Tag beginnt etwas bewölkt, was uns natürlich auch eine etwas angenehmere Temperatur beschert. Nach dem Frühstück machen wir uns wie geplant nochmals auf nach Kallithea, um es uns ein paar Stunden an dem schönen Sandstrand gemütlich zu machen und im Meer zu baden.

Pünktlich um 14 Uhr sind wir zurück in unserem Hotel, da wir in gut einer Stunde zu unserem gebuchten Ausflug "Rhodos im Licht der Laternen" abgeholt werden sollten. Jacob empfängt uns mit der Mitteilung, unsere Reiseleiterin habe angerufen und mitgeteilt, dass der Ausflug heute ausfalle und dafür morgen nachgeholt werde. Da morgen unser Jeep vor der Tür stehen soll, haben wir verständlicherweise keine Lust auf diesen neuen Termin und stornieren schweren Herzens den Ausflug telefonisch.

Der Touristenort Kolimbia hat einen sehr schönen langen Sandstrand. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Das laute Zirpen der Zikaden ist fast überall auf Rhodos zu hören. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Da wir ja jetzt unerwartet den Rest des Tages zur Verfügung haben, machen wir uns auf den Weg in den nahegelegenen Touristenort Kolimbia und schauen uns den sehr schönen langen Sandstrand an, den dieser Ort zu bieten hat. Auf dem Weg an den Strand fliegt eine Zikade direkt vor unsere Windschutzscheibe und bleibt benommen auf der Motorhaube liegen. Wir setzen sie auf einen Stein, beobachten, wie sie sich langsam erholt und nutzen die Gelegenheit, ein Foto von einem dieser sonst so scheuen Tiere zu schießen.

Den Abend nutzen wir für einen Dorfbummel durch Archangelos. Plötzlich kommt der Inhaber einer Taverne aus seinem Laden und begrüßt uns freundlich in gebrochenem deutsch. Im ersten Moment können wir uns nicht an ihn erinnern, dann fällt uns jedoch wieder ein, dass er letztens zusammen mit uns in der "Cafeteria Santana" gesessen hatte. Nicht zuletzt wegen der netten Begrüßung entschließen wir uns, Tsambiko in seine Taverne "Mon Ami" zu folgen, und bei ihm Lammkoteletts und Souflaki zu essen. Nach dem Essen lädt er uns zu einem Ouzo ein und setzt sich zu uns an den Tisch, um sich ausgiebig mit uns zu unterhalten und immer nachzuschenken, sobald unsere Gläser leer sind. Gaby nutzt die Gelegenheit, ihm zu seinem hervorragenden Tsatsiki zu gratulieren und vorsichtig nach dem Rezept zu fragen. Seine ehrliche Antwort überrascht und erheitert uns doch sehr: "Tsatsiki wird nirgends hier gemacht selbst, ist aus neuer Fabrike; ich selber geguckt, alles sehr sauber!". Dann erklärt er noch: "Ist wie mit Pizza. Für Familie Frau macht Pizza, für Gäste in Taverna gibt Pizza frosta. Auch sehr gut!". Schließlich gesellt sich noch ein holländisches Pärchen in unsere Runde, das eigentlich nur mal nachfragen wollte, ob Tsambiko an das für morgen bestellte Essen gedacht hat.

Auf unserem Rückweg zum Hotel kommen wir an der Hauptstraße natürlich wieder an der "Cafeteria Santana" vorbei und sind mehr oder weniger gezwungen, einen Zwischenstopp einzulegen, da wir hier nicht nur Anka und Hendrik, sondern auch Marianne und Willy treffen. Von den Nordlichtern bekommen wir als Geheimtip ein Restaurant in der Nähe von Lindos empfohlen. Kurz vor 2 Uhr liegen wir dann schließlich doch in unserem Bett.



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