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Rhodos 1997
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Ruhe an der Westküste und Lärm in Faliraki

5. Tag (Montag, 21.07.97)

Auch den heutigen Morgen beginnen wir damit, dass wir im Dorf Brötchen holen und in aller Gemütlichkeit auf unserem Balkon frühstücken. Nachdem wir ein wenig am Pool in der Sonne gelegen haben und ein paar Runden geschwommen sind, brechen wir gegen 11 Uhr zu einem Ausflug in den Südwesten der Insel auf.

An der wilden und urwüchsigen Westküste mit ihren zahlreichen felsigen Buchten und der recht rauen See gibt es weit und breit keine Hotels oder gar Touristenorte. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Über Lindos, Lardos und Kattavia gelangen wir an den südlichen Teil der Westküste. Zu unserer angenehmen Überraschung weht hier ein relativ heftiger Wind, der die hohe Temperatur durchaus erträglich werden lässt. An der wilden und urwüchsigen Küste mit ihren zahlreichen felsigen Buchten und der recht rauen See gibt es weit und breit keine Hotels oder gar Touristenorte. Trotz der Hochsaison treffen wir hier nur noch ganz vereinzelt auf Urlauber. Dass dieser Teil der Insel touristisch nicht erschlossen ist, hat allerdings auch einen Nachteil für uns: von der Küstenstraße führen größtenteils nur abenteuerliche Schotterpisten nach unten an den Strand, die wir unserem kleinen Wagen unmöglich zumuten können. Auch zu Fuß wollen wir eine solche Kletterpartie nicht auf uns nehmen. Wir entschließen uns daher, auf jeden Fall noch einmal hierher wiederzukommen, wenn wir einen geeigneteren fahrbaren Untersatz haben.

Von der Küstenstraße, die an der Westküste entlangführt, führen größtenteils nur abenteuerliche Schotterpisten nach unten an den Strand. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern. Direkt an der Küste halten wir an einer einsamen Taverne, um eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Dass diese Taverne weit und breit die einzige ist, schlägt sich allerdings deutlich im Preis nieder. Weiter geht unser Weg über Apolakkia, Monolithos und Embonas. Manche Teile der Straße sind ganz neu ausgebaut, werden aber ganz plötzlich ohne jede Vorwarnung zu holprigen Schotterpisten, die sich nur in Schrittgeschwindigkeit befahren lassen. Über Archipolis und Kolimbia kommen wir schließlich zurück nach Archangelos.

Gerade rechtzeitig um 18:30 Uhr sind wir zurück im Hotel, um den Ausflug "Rhodos bei Nacht" sowie einen Bootsausflug zur Insel Simi bei unserer Reiseleiterin buchen zu können. Nach einer Verschnaufpause im Hotelzimmer fahren wir nach Faliraki, um uns in das Gewühl dieser Touristenhochburg zu stürzen. Wenn man auf Rhodos ist, sollte man sich dieses Erlebnis keinesfalls entgehen lassen, allerdings sind wir uns sehr schnell einig, dass wir Faliraki um keinen Preis gegen unser beschauliches Archangelos eintauschen würden. Die Menschenmassen auf den Straßen sind erdrückend und aus fast jeder Bar erschallt Musik in ohrenbetäubender Lautstärke. An kaum einer Bar oder einem Restaurant können wir vorbeigehen, ohne gleich auf mindestens sieben verschiedenen Sprachen angesprochen, und zum Hereinkommen gedrängt zu werden. Mit einem Restaurantbesuch, der uns ziemlich wenig Omelett für ziemlich viel Geld beschert, beschließen wir den Abend und machen uns wieder auf den Heimweg.



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