Petaludes: ein grünes Tal und seine Schmetterlinge
4. Tag (Sonntag, 20.07.97)
Den heutigen Tag beginnen wir mit einem Bad im Hotelpool, bevor wir im Ort
gefüllte Croissants kaufen und gemütlich auf unserem Balkon
frühstücken. Unser heutiges Ziel ist Petaludes, das "Tal
der Schmetterlinge". Es handelt sich dabei um ein rund fünf
Kilometer langes, schattiges Tal, in dem sich um diese Jahreszeit
Hunderttausende von Schmetterlingen befinden sollen. Schon am Parkplatz ist es
angenehm schattig. Am Eingang befinden sich ein Souvenirladen und eine
Getränkebude. Nachdem wir den Eintrittspreis von 600 drs (ca. DM 4,00 bzw.
EUR 2,10) pro Person gezahlt haben, folgen wir dem recht steinigen Wanderweg durch
das Tal, der auch über zahlreiche Brücken und Treppen führt. Dennoch
ist der Weg recht gut begehbar, zumal es wirklich angenehm schattig ist.
Anfangs sehen wir nur vereinzelt Schmetterlinge. Je tiefer wir jedoch in das
Tal vordringen, in umso größerer Anzahl treten sie auf. Unscheinbar
und manchmal kaum zu erkennen sitzen sie zu Tausenden auf Felsen,
Baumstämmen und Blättern. Erst im Flug erkennt man die wirkliche
Schönheit dieser Tiere. Manchen Besuchern reicht es leider nicht, einige
von ihnen herumfliegen zu sehen. Durch Klatschen und Steinewerfen scheuchen sie
die schlafenden Tiere auf, versuchen teilweise sogar, sie zu fangen. Einige von
ihnen scheuen sich nicht einmal, dafür die Wege zu verlassen, indem sie über die
Absperrungen klettern. Auch die zahlreichen Hinweistafeln in mehreren Sprachen
können sie zu unserem Ärger nicht davon abhalten. Nach über
einer Stunde Wanderung fassen wir schließlich den Entschluss, wieder
umzukehren, da die Temperatur von rund 35 °C den Weg trotz des Schattens recht
anstrengend werden lässt. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es
zurück nach Archangelos. Wir sind uns einig, dass dieser
Ausflug ins "Tal der Schmetterlinge" sich wirklich gelohnt hat.
Als wir gegen 18 Uhr im Hotel ankommen, steht die Sonne schon recht tief, so
dass es nicht mehr ganz so heiß ist. Nachdem wir eine Runde im Pool
geschwommen sind, gehen wir ins Dorf und essen noch in einer Taverne eine recht
leckere, aber leider etwas lieblos angerichtete Grillplatte.
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