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Devisenbestimmungen:
Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt möglich, die Ein- und Ausfuhr
tunesischer Dinare (TD) ist dagegen untersagt. Ein Rücktausch in Devisen
ist gegen Vorlage der Umtauschquittungen in begrenztem Umfang möglich.
Feilschen:
Abgesehen von Produkten mit festgelegten Preisen, wie Grundnahrungsmittel,
Fahrkarten oder Briefmarken, ist das Handeln fester Bestandteil eines
jeden Kaufs. Über den Handelsspielraum lassen sich dabei kaum
verbindliche Aussagen machen. Auch wer sich beim Feilschen recht geschickt
anstellt, wird hin und wieder einmal über den Tisch gezogen werden;
das meisterhafte Können der Händler darf nicht unterschätzt
werden.
Fotografieren:
Filmmaterial ist in Tunesien wesentlich teurer als bei uns und möglicherweise
auch nicht sachgemäß gelagert. Beim Fotografieren von Menschen sollte
man bedenken, dass in einem islamischen Land das Abbild des Menschen
traditionsgemäß mit einem Tabu belegt ist. Insbesondere gilt das
für die Aufnahme von Frauen. Vorher um Erlaubnis zu bitten, kann daher so
manches Problem verhindern. Das Fotografieren und Filmen von militärischen
Einrichtungen, Polizeistationen und Menschen in Uniformen ist strikt untersagt.
Gesundheitsvorsorge:
Es bestehen keine Impfvorschriften, eine Vorbeugung gegen Typhus/Paratyphus wird
jedoch empfohlen. Unbedingt erforderlich sind dagegen die auch hier üblichen
Impfungen gegen Polio (Kinderlähmung) und Tetanus (Wundstarrkrampf). In die
Reiseapotheke gehören vor allem Mittel gegen Durchfall, ein Sonnenöl mit
hohem Lichtschutzfaktor sowie eventuell Desinfektionsmittel für Wasser.
Moscheebesuch:
Andersgläbige dürfen in Tunesien Moscheen generell nicht betreten, auch
wenn entsprechende Hinweisschilder fehlen. In abgelegenen Regionen kann dagegen
dezent gekleideten Einzelreisenden gegen ein kleines Trinkgeld eventuell der
Zutritt gewährt werden.
Nachtleben:
Ein Nachtleben in unserem Sinne gibt es selbst in den Touristenzentren nicht.
Die Hotels unterhalten jedoch fast alle eigene Diskotheken und bieten
Unterhaltungsprogramme an.
Reisekasse:
Das Preisniveau ist allgemein relativ niedrig, lediglich importierte Waren sind
deutlich teurer als in Europa. Als Grundlage der Reisekasse sind Eurocheques
zu empfehlen, da sie in den Touristenzentren problemlos eingetauscht werden können.
Geldautomaten sind dagegen so gut wie unbekannt.
Reisekleidung:
Am Strand und in den Hotelanlagen ist normale Freizeitkleidung und Bademode üblich.
Außerhalb des Hotels sollte jedoch beachtet werden, dass ärmellose Blusen
und kurze Hosen bei Frauen als unanständig gelten, kurze Hosen aber auch bei Männern
nicht gerne gesehen werden.
Reisepapiere:
Für Deutsche, Österreicher und Schweizer ist ein bis zum Ausreisedatum
gütiger Pass erforderlich. Für deutsche Pauschalreisende genügt
eventuell der Personalausweis (erkundigen Sie sich bitte in Ihrem Reisebüro).
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Reisezeit:
Tunesien wird das ganze Jahr über bereist, die angenehmste Zeit ist jedoch
von Mitte April bis Ende Mai und von Mitte September bis Ende Oktober. Uneingeschränkter
Badegenuss ist von April bis Oktober möglich.
Sicherheit:
Verglichen mit anderen Mittelmeerländern gilt Tunesien als ausgesprochen
sicher. Dennoch gehören größere Geldbestände, Papiere
und Flugtickets in den Hotelsafe. Auf kleinere und größere
Betrügereien muss man sich als Tourist dennoch einstellen, wobei
das Feilschen von den Einheimischen weniger als Betrug angesehen wird.
Besondere Vorsicht sollte man beim Kauf von Schmuck und Antiquitäten
walten lassen.
Sprache:
Wer einen Pauschalurlaub gebucht hat und allenfalls an organisierten Ausflügen
teilnehmen will, kommt mit Deutsch gut aus. Als Individualtourist sind dagegen
zumindest Grundkenntnisse der französischen Sprache unerlässlich.
Die tunesische Staatssprache ist Arabisch, Französisch wird jedoch von den
meisten Tunesiern gut bis fließend gesprochen.
Stromspannung:
Überwiegend um die 220 Volt (schwankend). Die deutschen zweipoligen Flachstecker
passen.
Telefonieren:
Ferngespräche ins Ausland sind über Münzfernsprecher und von den
privaten Telefonbüros mit der Bezeichnung "Taxiphone" (etwas teurer)
problemlos möglich. Gepräche innerhalb Tunesiens sind dagegen nach wie vor
eher ein Glücksspiel. Die Vorwahl nach Deutschland ist 0049, nach Österreich
0043 und in die Schweiz 0041.
Trinkgelder:
Trinkgelder werden im Dienstleistungsbereich praktisch überall erwartet.
Insbesondere Fremdenführer, Kellner und Zimmerpersonal erwarten eine kleine
zusätzliche Entlohnung. Bei Taxifahrten wird der angezeigte Betrag aufgerundet,
bei ganztägigen Ausflugsfahrten mit dem Taxi ist ein Trinkgeld (und die
Einladung des Fahrers zum Mittagessen und bei sonstigen Pausen) dagegen
selbstverständlich.
Uhrzeit:
Es gilt ganzjährig die mitteleuropäische Zeit (MEZ). Während
unserer Sommerzeit muss die Uhr also um eine Stunde zurückgestellt
werden.
Verkehrsmittel:
In Südtunesien lassen sich größere Orte mit Linienbussen recht
gut erreichen, abgelegenere Regionen dagegen kaum. Auch Djerba verfügt über
ein Busnetz. Taxis sind sehr preiswert und können auch für ganztägige
Ausflüge gemietet werden. Bei Kurzstrecken sollte man darauf achten, dass
der Taxameter eingeschaltet wird; nachts ist der doppelte Preis dessen zu zahlen,
was der Taxameter anzeigt. Mietwagen sind aufgrund hoher Einfuhrzölle
verglichen mit anderen Urlaubsländern sehr teuer; teilt man sich jedoch einen
Mietwagen mit mehreren Personen, kann dies trotzdem durchaus lohnenswert sein.
Auch Motorräder (ebenfalls teuer), Mofas und Fahrräder können geliehen
werden.
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