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Djerba und Südtunesien 1998
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Nachfolgend finden Sie einige nützliche Informationen über das Urlaubsland Tunesien sowie speziell über die Insel Djerba. Falls Sie eine Reise nach Tunesien planen, erkundigen Sie sich jedoch bitte zusätzlich in Ihrem Reisebüro nach den aktuellen Gegebenheiten, da wir für die Richtigkeit der folgenden Informationen leider keine Gewähr übernehmen können (Stand Dezember 1998).


Devisenbestimmungen:
Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt möglich, die Ein- und Ausfuhr tunesischer Dinare (TD) ist dagegen untersagt. Ein Rücktausch in Devisen ist gegen Vorlage der Umtauschquittungen in begrenztem Umfang möglich.

Feilschen:
Abgesehen von Produkten mit festgelegten Preisen, wie Grundnahrungsmittel, Fahrkarten oder Briefmarken, ist das Handeln fester Bestandteil eines jeden Kaufs. Über den Handelsspielraum lassen sich dabei kaum verbindliche Aussagen machen. Auch wer sich beim Feilschen recht geschickt anstellt, wird hin und wieder einmal über den Tisch gezogen werden; das meisterhafte Können der Händler darf nicht unterschätzt werden.

Fotografieren:
Filmmaterial ist in Tunesien wesentlich teurer als bei uns und möglicherweise auch nicht sachgemäß gelagert. Beim Fotografieren von Menschen sollte man bedenken, dass in einem islamischen Land das Abbild des Menschen traditionsgemäß mit einem Tabu belegt ist. Insbesondere gilt das für die Aufnahme von Frauen. Vorher um Erlaubnis zu bitten, kann daher so manches Problem verhindern. Das Fotografieren und Filmen von militärischen Einrichtungen, Polizeistationen und Menschen in Uniformen ist strikt untersagt.

Gesundheitsvorsorge:
Es bestehen keine Impfvorschriften, eine Vorbeugung gegen Typhus/Paratyphus wird jedoch empfohlen. Unbedingt erforderlich sind dagegen die auch hier üblichen Impfungen gegen Polio (Kinderlähmung) und Tetanus (Wundstarrkrampf). In die Reiseapotheke gehören vor allem Mittel gegen Durchfall, ein Sonnenöl mit hohem Lichtschutzfaktor sowie eventuell Desinfektionsmittel für Wasser.

Moscheebesuch:
Andersgläbige dürfen in Tunesien Moscheen generell nicht betreten, auch wenn entsprechende Hinweisschilder fehlen. In abgelegenen Regionen kann dagegen dezent gekleideten Einzelreisenden gegen ein kleines Trinkgeld eventuell der Zutritt gewährt werden.

Nachtleben:
Ein Nachtleben in unserem Sinne gibt es selbst in den Touristenzentren nicht. Die Hotels unterhalten jedoch fast alle eigene Diskotheken und bieten Unterhaltungsprogramme an.

Reisekasse:
Das Preisniveau ist allgemein relativ niedrig, lediglich importierte Waren sind deutlich teurer als in Europa. Als Grundlage der Reisekasse sind Eurocheques zu empfehlen, da sie in den Touristenzentren problemlos eingetauscht werden können. Geldautomaten sind dagegen so gut wie unbekannt.

Reisekleidung:
Am Strand und in den Hotelanlagen ist normale Freizeitkleidung und Bademode üblich. Außerhalb des Hotels sollte jedoch beachtet werden, dass ärmellose Blusen und kurze Hosen bei Frauen als unanständig gelten, kurze Hosen aber auch bei Männern nicht gerne gesehen werden.

Reisepapiere:
Für Deutsche, Österreicher und Schweizer ist ein bis zum Ausreisedatum gütiger Pass erforderlich. Für deutsche Pauschalreisende genügt eventuell der Personalausweis (erkundigen Sie sich bitte in Ihrem Reisebüro).

Reisezeit:
Tunesien wird das ganze Jahr über bereist, die angenehmste Zeit ist jedoch von Mitte April bis Ende Mai und von Mitte September bis Ende Oktober. Uneingeschränkter Badegenuss ist von April bis Oktober möglich.

Sicherheit:
Verglichen mit anderen Mittelmeerländern gilt Tunesien als ausgesprochen sicher. Dennoch gehören größere Geldbestände, Papiere und Flugtickets in den Hotelsafe. Auf kleinere und größere Betrügereien muss man sich als Tourist dennoch einstellen, wobei das Feilschen von den Einheimischen weniger als Betrug angesehen wird. Besondere Vorsicht sollte man beim Kauf von Schmuck und Antiquitäten walten lassen.

Sprache:
Wer einen Pauschalurlaub gebucht hat und allenfalls an organisierten Ausflügen teilnehmen will, kommt mit Deutsch gut aus. Als Individualtourist sind dagegen zumindest Grundkenntnisse der französischen Sprache unerlässlich. Die tunesische Staatssprache ist Arabisch, Französisch wird jedoch von den meisten Tunesiern gut bis fließend gesprochen.

Stromspannung:
Überwiegend um die 220 Volt (schwankend). Die deutschen zweipoligen Flachstecker passen.

Telefonieren:
Ferngespräche ins Ausland sind über Münzfernsprecher und von den privaten Telefonbüros mit der Bezeichnung "Taxiphone" (etwas teurer) problemlos möglich. Gepräche innerhalb Tunesiens sind dagegen nach wie vor eher ein Glücksspiel. Die Vorwahl nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Trinkgelder:
Trinkgelder werden im Dienstleistungsbereich praktisch überall erwartet. Insbesondere Fremdenführer, Kellner und Zimmerpersonal erwarten eine kleine zusätzliche Entlohnung. Bei Taxifahrten wird der angezeigte Betrag aufgerundet, bei ganztägigen Ausflugsfahrten mit dem Taxi ist ein Trinkgeld (und die Einladung des Fahrers zum Mittagessen und bei sonstigen Pausen) dagegen selbstverständlich.

Uhrzeit:
Es gilt ganzjährig die mitteleuropäische Zeit (MEZ). Während unserer Sommerzeit muss die Uhr also um eine Stunde zurückgestellt werden.

Verkehrsmittel:
In Südtunesien lassen sich größere Orte mit Linienbussen recht gut erreichen, abgelegenere Regionen dagegen kaum. Auch Djerba verfügt über ein Busnetz. Taxis sind sehr preiswert und können auch für ganztägige Ausflüge gemietet werden. Bei Kurzstrecken sollte man darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet wird; nachts ist der doppelte Preis dessen zu zahlen, was der Taxameter anzeigt. Mietwagen sind aufgrund hoher Einfuhrzölle verglichen mit anderen Urlaubsländern sehr teuer; teilt man sich jedoch einen Mietwagen mit mehreren Personen, kann dies trotzdem durchaus lohnenswert sein. Auch Motorräder (ebenfalls teuer), Mofas und Fahrräder können geliehen werden.




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