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Auch wenn es sich beim Düsselstrand um ein städtisches Schwimmbad der Stadt Düsseldorf handelt, läßt
schon der Name vermuten, dass sich hinter der Fassade des modernen Gebäudes deutlich mehr verbergen muss,
als die Atmosphäre eines typischen Stadtbades. Da der Düsselstrand mitten in der Stadt entstanden ist,
war der Platz für Besucherparkplätze vor dem Haus nicht vorhanden. Dieses Manko wurde jedoch durch eine
Tiefgarage behoben, die ausreichend Stellplätze bietet. Schade ist nur, dass das Parken für Besucher hier
nicht kostenlos ist, glücklicherweise halten sich die Parkgebühren aber in vernünftigen Grenzen.
Der Eingangsbereich des Düsselstrandes ist modern und hell gestaltet, wird aber dennoch dem Namen des
Bades nicht ganz gerecht. Anstatt Urlaubsatmosphäre zu vermitteln, erinnert die Einrichtung doch ein wenig
an einen ganz normalen Schwimmbadbetrieb. Bei unserem Besuch ging die Abfertigung an der Kasse zügig,
machte der Bezeichnung allerdings alle Ehre. Wer erwartet, von freundlichem, engagiertem Personal auf
seinen Besuch eingestimmt zu werden, wird hier enttäuscht werden. Die für ein Spaßbad recht zivilen
Eintrittspreise entschädigen aber wieder ein wenig dafür. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Tarife
ermöglichen es dem Besucher, wirklich nur für das zu bezahlen, was er auch wirklich nutzen möchte. Ob
das Gebotene in unseren Augen seinen Preis auch wert ist, haben wir versucht, bei unserem Besuch
herauszufinden.
Nach dem Bezahlen des Eintrittspreises gelangt man durch ein Drehkreuz in den eine Ebene höher
gelegenen Umkleidebereich, bei dem es den Architekten ebenso wie beim Eingangsbereich nicht so recht
gelungen ist, zumindest einen Hauch von Wellness-Atmosphäre zu vermitteln. Hier finden sich die typischen,
altbekannten Umkleidekabinen und Schränke in recht steriler Atmosphäre. Da die Anlage noch recht jung ist,
wirkt allerdings alles doch recht zeitgemäß und modern und befindet sich in einem gepflegten Zustand. Wenn man
den Umkleidebereich verläßt, blickt man von einer Empore auf den eine Etage tiefer gelegenen Badebereich.
Wer zum ersten Mal den Düsselstrand besucht, wird nach dem bisherigen Eindruck bei diesem Anblick wahrscheinlich
angenehm überrascht sein.
Das moderne, lichtdurchflutete Bad wirkt keineswegs steril oder gar angestaubt. Ob nicht ein wenig mehr
Begrünung und Naturstein anstelle der dominierenden weißen Kacheln für eine noch einladendere Atmosphäre
gesorgt hätte, ist hier wohl eher Geschmackssache. Für jeden Geschmack etwas zu bieten hat der Düsselstrand
auf jeden Fall, was die Auswahl an Schwimm- und Planschmöglichkeiten angeht. Das schön in die Anlage eingefügte
große Spaßbecken mit verschiedenen Strudeln und Strömungskanal bietet auch die Möglichkeit, direkt in den
Außenbereich zu schwimmen, der allerdings recht klein ist. Bedingt durch die Stadtlage sind auch die
Möglichkeiten, im Freien zu Relaxen und Sonne zu tanken, nur sehr begrenzt. Die Liegewiese bietet nur wenigen
Sonnenhungrigen Platz. Eine Konkurrenz für die Freibäder der Stadt Düsseldorf ist der Düsselstrand daher
keinesfalls. Neben dem großen Spaßbecken stehen noch weitere kleinere Becken und Whirlpools zur Auswahl, aber
auch Planschmöglichkeiten für die ganz kleinen und eine Erlebnisrutsche für die etwas größeren Besucher wurden
hier nicht vergessen. Besonders erwähnenswert, da in modernen Spaßbädern keine Selbstverständlichkeit, ist das
25-Meter-Sportbecken, das auch ambitionierten Schwimmern eine Möglichkeit zur Entfaltung bietet. Abhilfe gegen
den kleinen Hunger und Durst zwischendurch bietet ein kleines Selbstbedienungsrestaurant, das allerdings vom
Badebereich nicht abgetrennt ist und daher von einem recht unruhigen Umfeld umgeben ist. Schade ist auch, dass
ein bargeldloser Zahlungsverkehr nicht möglich ist. Die Geldbörse muss daher zuvor immer aus dem Schließfach
geholt und anschließend wieder verstaut werden. Auch auf den Sonnenbänken, die sich in einem abgetrennten Raum
zwischen dem Bade- und dem Saunabereich befinden, läßt sich die verblaßte Urlaubsbräune nur dann auffrischen,
wenn man Münzgeld zur Hand hat.
Wer dem turbulenten Treiben des Spaßbadbereiches entfliehen möchte und sich bereits vorsorglich für
den Saunatarif entschieden hat, findet im Saunabereich des Düsselstrandes, der sich über zwei Etagen
erstreckt, eine Oase der Ruhe. Schon die beiden Umkleidebereiche, die von Saunabesuchern anstelle der
Umkleiden im Badebereich genutzt werden können, lassen aufgrund Ihrer Größe vermuten, dass man hier
keine Saunalandschaft der Superlative vorfinden wird. Tatsächlich besteht der Saunabereich nur aus zwei
recht kleinen Bereichen, die durch eine Treppe miteinander verbunden sind. Allerdings steht dem
gesunden Schwitzen hier nichts im Wege, da mehrere Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen
Schwitzvergnügen pur bieten. Zwei der Saunen werden als Aufgusssaunen genutzt, in denen im Wechsel zu
jeder halben und vollen Stunde Aufgüsse durchgeführt werden. Die beiden Aufgüsse, die wir während
unseres Besuches mitgemacht haben, haben uns voll zufriedengestellt und ordentlich ins Schwitzen
gebracht. Die freundliche Saunameisterin hat hier wirklich ihr Bestes gegeben. Verschweigen wollen wir
allerdings nicht, dass uns von anderen Besuchern berichtet wurde, dass man es je nach Personal auch
wesentlich schlechter antreffen kann. Eine gleichbleibende Qualität wäre hier sicher wünschenswert.
Als Alternative zum trockenen Schwitzen in der Sauna steht übrigens auch ein Dampfbad zur Verfügung.
Für die Abkühlung nach dem Saunen gibt es auf beiden Etagen neben den obligatorischen Duschen auch je
ein Tauchbecken. Eine Möglichkeit, zur Abkühlung ein paar Runden zu schwimmen, ohne seine Badekleidung
wieder anlegen zu müssen, sucht man leider vergeblich. Dabei würde schon ein kleiner Pool den
Saunabereich deutlich aufwerten. Möglichkeiten zum Ausruhen nach dem Saunagang sind gemessen an der
Größe des Saunabereiches ausreichend vorhanden. Eine kleine Saunabar mit einer Art Biergarten bietet
zudem die Möglichkeit, sich von innen zu erfrischen. Ansonsten ist der Außenbereich allerdings sehr
klein. Während sich unten ein kleiner Hof mit einigen Liegen befindet, gibt es im oberen Teil noch einen
recht kleinen Balkon. Sonnenhungrige werden beim Streben nach nahtloser Bräune hier nicht so recht auf
ihre Kosten kommen.
Fazit: Wer aus dem Raum Düsseldorf kommt und eine längere Fahrt vermeiden möchte, für den
gibt es zum Düsselstrand nicht viele Alternativen, zumal der Badebereich selbst für einen längeren Besuch
mit der ganzen Familie ausreichend Abwechslung zu fairen Preisen bietet. Für Saunagänger, die sich einen
ganzen Tag lang auf abwechslungsreiche Weise erholen möchten, ist die Sauna im Düsselstrand sicher nicht
die erste Wahl; zum gesunden Schwitzen zwischendurch hat sie allerdings genügend Auswahl in ruhiger
Atmosphäre zu bieten.
© 2000 Gaby & Michael Waldmann
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