Fernweh: Das Freizeit- und Urlaubsmagazin
Home
Erholung pur
Marktplatz
News
Postkarten
Reisewetter
Wechselkurse
Spickzettel
Forum
Gästebuch
Kontakt
Impressum

Einsweb Internetservice





Der "Düsselstrand" in Düsseldorf
Übersicht Vergleich Tipps und Links Buchtipps Bericht Infos und Preise

Auch wenn es sich beim Düsselstrand um ein städtisches Schwimmbad der Stadt Düsseldorf handelt, läßt schon der Name vermuten, dass sich hinter der Fassade des modernen Gebäudes deutlich mehr verbergen muss, als die Atmosphäre eines typischen Stadtbades. Da der Düsselstrand mitten in der Stadt entstanden ist, war der Platz für Besucherparkplätze vor dem Haus nicht vorhanden. Dieses Manko wurde jedoch durch eine Tiefgarage behoben, die ausreichend Stellplätze bietet. Schade ist nur, dass das Parken für Besucher hier nicht kostenlos ist, glücklicherweise halten sich die Parkgebühren aber in vernünftigen Grenzen.

Der Eingangsbereich des Düsselstrandes ist modern und hell gestaltet, wird aber dennoch dem Namen des Bades nicht ganz gerecht. Anstatt Urlaubsatmosphäre zu vermitteln, erinnert die Einrichtung doch ein wenig an einen ganz normalen Schwimmbadbetrieb. Bei unserem Besuch ging die Abfertigung an der Kasse zügig, machte der Bezeichnung allerdings alle Ehre. Wer erwartet, von freundlichem, engagiertem Personal auf seinen Besuch eingestimmt zu werden, wird hier enttäuscht werden. Die für ein Spaßbad recht zivilen Eintrittspreise entschädigen aber wieder ein wenig dafür. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Tarife ermöglichen es dem Besucher, wirklich nur für das zu bezahlen, was er auch wirklich nutzen möchte. Ob das Gebotene in unseren Augen seinen Preis auch wert ist, haben wir versucht, bei unserem Besuch herauszufinden.

Nach dem Bezahlen des Eintrittspreises gelangt man durch ein Drehkreuz in den eine Ebene höher gelegenen Umkleidebereich, bei dem es den Architekten ebenso wie beim Eingangsbereich nicht so recht gelungen ist, zumindest einen Hauch von Wellness-Atmosphäre zu vermitteln. Hier finden sich die typischen, altbekannten Umkleidekabinen und Schränke in recht steriler Atmosphäre. Da die Anlage noch recht jung ist, wirkt allerdings alles doch recht zeitgemäß und modern und befindet sich in einem gepflegten Zustand. Wenn man den Umkleidebereich verläßt, blickt man von einer Empore auf den eine Etage tiefer gelegenen Badebereich. Wer zum ersten Mal den Düsselstrand besucht, wird nach dem bisherigen Eindruck bei diesem Anblick wahrscheinlich angenehm überrascht sein.

Das moderne, lichtdurchflutete Bad wirkt keineswegs steril oder gar angestaubt. Ob nicht ein wenig mehr Begrünung und Naturstein anstelle der dominierenden weißen Kacheln für eine noch einladendere Atmosphäre gesorgt hätte, ist hier wohl eher Geschmackssache. Für jeden Geschmack etwas zu bieten hat der Düsselstrand auf jeden Fall, was die Auswahl an Schwimm- und Planschmöglichkeiten angeht. Das schön in die Anlage eingefügte große Spaßbecken mit verschiedenen Strudeln und Strömungskanal bietet auch die Möglichkeit, direkt in den Außenbereich zu schwimmen, der allerdings recht klein ist. Bedingt durch die Stadtlage sind auch die Möglichkeiten, im Freien zu Relaxen und Sonne zu tanken, nur sehr begrenzt. Die Liegewiese bietet nur wenigen Sonnenhungrigen Platz. Eine Konkurrenz für die Freibäder der Stadt Düsseldorf ist der Düsselstrand daher keinesfalls. Neben dem großen Spaßbecken stehen noch weitere kleinere Becken und Whirlpools zur Auswahl, aber auch Planschmöglichkeiten für die ganz kleinen und eine Erlebnisrutsche für die etwas größeren Besucher wurden hier nicht vergessen. Besonders erwähnenswert, da in modernen Spaßbädern keine Selbstverständlichkeit, ist das 25-Meter-Sportbecken, das auch ambitionierten Schwimmern eine Möglichkeit zur Entfaltung bietet. Abhilfe gegen den kleinen Hunger und Durst zwischendurch bietet ein kleines Selbstbedienungsrestaurant, das allerdings vom Badebereich nicht abgetrennt ist und daher von einem recht unruhigen Umfeld umgeben ist. Schade ist auch, dass ein bargeldloser Zahlungsverkehr nicht möglich ist. Die Geldbörse muss daher zuvor immer aus dem Schließfach geholt und anschließend wieder verstaut werden. Auch auf den Sonnenbänken, die sich in einem abgetrennten Raum zwischen dem Bade- und dem Saunabereich befinden, läßt sich die verblaßte Urlaubsbräune nur dann auffrischen, wenn man Münzgeld zur Hand hat.

Wer dem turbulenten Treiben des Spaßbadbereiches entfliehen möchte und sich bereits vorsorglich für den Saunatarif entschieden hat, findet im Saunabereich des Düsselstrandes, der sich über zwei Etagen erstreckt, eine Oase der Ruhe. Schon die beiden Umkleidebereiche, die von Saunabesuchern anstelle der Umkleiden im Badebereich genutzt werden können, lassen aufgrund Ihrer Größe vermuten, dass man hier keine Saunalandschaft der Superlative vorfinden wird. Tatsächlich besteht der Saunabereich nur aus zwei recht kleinen Bereichen, die durch eine Treppe miteinander verbunden sind. Allerdings steht dem gesunden Schwitzen hier nichts im Wege, da mehrere Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen Schwitzvergnügen pur bieten. Zwei der Saunen werden als Aufgusssaunen genutzt, in denen im Wechsel zu jeder halben und vollen Stunde Aufgüsse durchgeführt werden. Die beiden Aufgüsse, die wir während unseres Besuches mitgemacht haben, haben uns voll zufriedengestellt und ordentlich ins Schwitzen gebracht. Die freundliche Saunameisterin hat hier wirklich ihr Bestes gegeben. Verschweigen wollen wir allerdings nicht, dass uns von anderen Besuchern berichtet wurde, dass man es je nach Personal auch wesentlich schlechter antreffen kann. Eine gleichbleibende Qualität wäre hier sicher wünschenswert. Als Alternative zum trockenen Schwitzen in der Sauna steht übrigens auch ein Dampfbad zur Verfügung. Für die Abkühlung nach dem Saunen gibt es auf beiden Etagen neben den obligatorischen Duschen auch je ein Tauchbecken. Eine Möglichkeit, zur Abkühlung ein paar Runden zu schwimmen, ohne seine Badekleidung wieder anlegen zu müssen, sucht man leider vergeblich. Dabei würde schon ein kleiner Pool den Saunabereich deutlich aufwerten. Möglichkeiten zum Ausruhen nach dem Saunagang sind gemessen an der Größe des Saunabereiches ausreichend vorhanden. Eine kleine Saunabar mit einer Art Biergarten bietet zudem die Möglichkeit, sich von innen zu erfrischen. Ansonsten ist der Außenbereich allerdings sehr klein. Während sich unten ein kleiner Hof mit einigen Liegen befindet, gibt es im oberen Teil noch einen recht kleinen Balkon. Sonnenhungrige werden beim Streben nach nahtloser Bräune hier nicht so recht auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Wer aus dem Raum Düsseldorf kommt und eine längere Fahrt vermeiden möchte, für den gibt es zum Düsselstrand nicht viele Alternativen, zumal der Badebereich selbst für einen längeren Besuch mit der ganzen Familie ausreichend Abwechslung zu fairen Preisen bietet. Für Saunagänger, die sich einen ganzen Tag lang auf abwechslungsreiche Weise erholen möchten, ist die Sauna im Düsselstrand sicher nicht die erste Wahl; zum gesunden Schwitzen zwischendurch hat sie allerdings genügend Auswahl in ruhiger Atmosphäre zu bieten.

© 2000 Gaby & Michael Waldmann




www.fernweh.net © 2008 Gaby & Michael Waldmann