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Wem es schon immer zu wenig war, das als "Königin der Tafelwasser" bezeichnete Mineralwasser nur zu trinken,
dem bieten die Ahr-Thermen in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Möglichkeit, in diesem Wasser auch zu baden, das direkt neben
den Thermen aus 359 Metern vulkanischer Tiefe 36 °C warm aus einer Thermalquelle emporsteigt. Der luxuriös anmutende
Glasbau, der die Ahr-Thermen beherbergt, unterstreicht diesen Hauch des Besonderen.
Auch der Eingangsbereich ist großzügig und freundlich eingerichtet. Neben der Kasse und einem Bistro befindet sich
hier auch eine kleine Boutique mit Bademoden. Wenn man den leider nicht gerade niedrigen Eintrittspreis bezahlt hat, erhält
man eine Magnetstreifenkarte, mit der man im Umkleidebereich einen Schlüssel bekommt, der gleichzeitig auf ein
Wertschließfach und einen Schrank passt. Leider hat der Schlüssel im Bad keine weitere Bedeutung. Das Bezahlen
beispielsweise an der Saunabar ist unpraktischerweise nur mit Bargeld möglich. Hier wäre ein bargeldloses
Zahlungssystem wünschenswert, wie es in anderen Bädern schon längst realisiert ist.
Nach dem Umkleiden und Duschen gelangt man in die großzügig aber nicht allzu gemütlich gestaltete Badelandschaft.
Trotz der recht modernen Architektur erinnert das Ambiente doch irgendwie ein wenig an die Schwimmbäder der 80er Jahre. Neben
einem Schwimmbecken mit einer Temperatur von 30 °C und zwei Thermalbecken mit 31 und 32 °C gibt es hier auch noch vier Whirlpools,
in denen man sich bei angenehmen 37 °C entspannen kann. Über eine Ausschwimmschleuse gelangt man in das 31 °C warme
Außenbecken mit Strömungskanal. Im Außenbereich befindet sich auch eine Liegewiese und ein Biergarten für die
wärmeren Tage des Jahres. Mehrere Luftsprudelliegen und Massagedüsen sowie ein Entspannungsbereich mit Liegen runden das
Angebot im Badebereich ab. Wer noch mehr für seine Gesundheit tun will, kann auch das Angebot an Wassergymnastik und Aqua-Aerobic
nutzen oder auf der Sonnengalerie auf einer der sieben Sonnenbänke die Urlaubsbräune auffrischen.
Da die Benutzung der unterhalb des Badebereichs gelegenen Saunalandschaft bereits im Eintrittspreis enthalten ist, sollte man sie bei
einem Besuch der Ahr-Thermen auf jeden Fall mit einplanen. Der Besucher hat allerdings nur die Auswahl zwischen einer finnischen Sauna,
einer Trockensauna und einer 100 °C heißen Blocksauna. Zusätzlich stehen ein römisches Dampfbad und ein Soft-Sanarium
zur Verfügung. An der Saunabar kann man sich nach dem Saunabad entspannen und von innen abkühlen - vorausgesetzt man hat
seine Geldbörse griffbereit. Ebenso wie die Badelandschaft ist auch die Saunalandschaft nicht besonders gemütlich eingerichtet.
Der Außenbereich ist zudem recht klein und hat außer einigen Sitzbänken und Tischen nichts Besonderes zu bieten.
Fazit: Wer auf die heilsame Wirkung des Thermalwassers schwört, für den sind die Ahr-Thermen sicherlich eine gute Alternative
zu herkömmlichen Freizeitbädern. Wer allerdings in erster Linie für ein paar Stunden oder gar einen ganzen Tag von der
Hektik des Alltags entfliehen möchte, für den gibt es sicherlich bessere - und auch preisgünstigere Alternativen zu den
Ahr-Thermen. Zum Ausprobieren empfehlen wir auf jeden Fall den recht günstigen Abendtarif, der einen vierstündigen Besuch zu einem
durchaus fairen Preis ermöglicht.
© 1998 Gaby Franken & Michael Waldmann
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der "Ahr-Thermen Bad Neuenahr"
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